spiritgap.de | 5 gute Gründe Deinen Coach zu wechseln
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26. Juni 2017

5 gute Gründe Deinen Coach zu wechseln

 

Damit es von Beginn an keine Missverständnisse gibt: Ich verfechte auf keinen Fall die Ansicht, dass ein Coach nur schmuckes Beiwerk sei. Im Gegenteil! Ein richtig guter Coach ist Gold wert. Aber nicht jeder Coach ist auch gut (genug) für alle und jeden.

Die Idee zu diesem Artikel kam mir, als ich über meine – nicht weit zurückliegende – 3-jährige Coaching-Erfahrung nachdachte. Trotz intensiver Bemühungen auf beiden Seiten war uns beiden der durchschlagende Erfolg nicht geglückt. Und das trotz er ein guter Coach war und ich eine sehr engagierte Klientin.

Rückblickend kann ich sagen: Ja, ich habe viel aus dieser Begegnung gelernt. Nicht zuletzt, worauf ich beim nächsten Mal achten werde, wenn ich mit einem Coach zusammenarbeite. Es hatte schon im Vorfeld deutliche Signale gegeben dafür, dass es Zeit für mich wurde weiterzuziehen. Ich hatte sie nur nicht wahr haben wollen. Heute sind sie mir bewusst und ich gebe sie an Dich weiter.

Hier also die wichtigsten Anzeichen dafür, dass du vielleicht einen anderen Coach ausprobieren solltest:

 

1. Du hast das Gefühl auf der Stelle zu treten

 

Egal wie oft Du Dich mit Deinem Coach zusammensetzt und wie intensiv ihr dann zusammen arbeitet… Es verändert sich einfach nichts in Deinem Leben. Die Falle dabei ist folgende: Du fühlst Dich durch das Coaching zwar besser, aber Dein konkretes Problem bleibt bestehen.

Erinnere Dich daran, mit welchem konkreten Anliegen Du zu Beginn eurer Zusammenarbeit zu diesem Coach gekommen bist. Wolltest du in die Selbständigkeit? – Ja? – Bist du selbständig? – Nein. Und wie lange klappt das schon nicht? Und warum eigentlich nicht?

Ein Coach, der Dein Coach ist, der genau den Nerv trifft, den er treffen muss, damit Du Dich bewegst, der schafft das auch.

Wenn Du aber nur noch zu den Sessions tingelst, um Dich besser mit Deiner Ist-Situation abfinden zu können… Sei es, weil es Dein Gewissen beruhigt oder Dir das Gefühl gibt, ja „etwas für mein Glück zu tun“… Stimmt etwas nicht.

 

2. Ihr seid vom Hölzchen auf‘s Stöckchen gekommen

 

Ihr habt zusammen irgendwann mal beim Grundproblem angefangen. Du wolltest etwas bestimmtes erreichen, verändern, bewegen und warst sogar bereit Geld dafür auszugeben, dass Dir jemand dabei hilft.

Nur hat der- (oder die-)jenige Dir geholfen, aber seit einiger Zeit hilft man Dir immer weiter und immer mehr! Brauchtest Du vorher bloß Beratung im Bereich Ordnung im Haus, kriegst Du nun fast schon Deine Schnürsenkel gebunden. Ob das Haus nun pikkobello ist oder nicht, ist zweitrangig. Überprüfe wie weit ihr (Dein Coach und Du) vom ursprünglichen Anliegen weggewandert seid und in welche Gefilde es euch verschlagen hat.

Die Falle dabei ist, dass das Abarbeiten von Nebenschauplätzen nicht nur eine Ablenkung ist, für die das echte Anliegen schon mal aus den Augen geraten kann. Das Gefährliche an so einer Situation ist, dass Du in immer feineren Abstufungen von der Meinung und der ‚Hilfe‘ deines Unterstützers abhängig wirst.

Überlege Dir gut, ob Du willst, dass sich jemand in alles und jedes einmischt, oder ob es am Ende nicht besser ist, sich selbst die Schnürsenkel zu binden.

 

3. Du hast ‚kein Geld‘ (und zahlst trotzdem)

 

Ein richtig guter Coach wird, wenn dieses Problem auftaucht, genau daran als allererstes arbeiten. Geld ist ein extrem heikles Thema und eng verknüpft mit der Seuche des Mangelbewusstseins, die überall grassiert. Ein Coach, der Geld von Dir nimmt, obwohl er weiß, dass Du keins hast und dann diesem Problem keine Aufmerksamkeit – respektive Priorität einräumt, hat vielleicht auf die ein oder andere Art selbst ein Problem mit Geld.

Das gilt natürlich nicht für jemanden, den Du wegen gänzlich anderer Probleme konsultierst. Aber solltest du Deine Geldprobleme explizit ansprechen und den Wunsch äußern, sie loszuwerden. (Und wer will nicht aus dem Mangel raus?) Dann bist Du bei dem Coach richtig, der dafür sorgt, dass Du auch in finanzieller Hinsicht einen Mehr-Wert aus seiner Arbeit mit Dir ziehen kannst. Und nicht den Rest Deiner bescheidenen Mittel auch noch verlierst…

Die Falle dabei ist, dass Du genau das tust. Und zwar weil Du nicht wahrhaben willst, dass es Zeit wird die bisher verlorenen Moneten abzuschreiben (als Lehrgeld) und weiterzuziehen.

 

4. Ihr zäumt das Pferd (kontraproduktiv) von hinten auf

 

Welche Art von Coaching brauchst Du jetzt in dieser Phase Deines Lebens wirklich? Welche Kompetenzen fehlen Dir? Bist du vielleicht total fit in Deinem beruflichen Umfeld, aber völlig uninspiriert und brauchst jemanden, der Dir motivatorisch Feuer unterm Allerwertesten macht? Oder hast Du genug Motivation und brauchst eher jemanden, der Dir Schritt für Schritt erklärt wie Du eine Webseite baust und sie ‚hübsch‘ machst?

Ein Coach, der mit Dir an Deinen Gefühlen zum Geld herumdoktert, obwohl er viel besser damit fahren würde, wenn Du erstmal welches verdienst, liegt schlicht falsch. Umgekehrt bringt es nichts noch mehr und noch mehr Kohle zu scheffeln, wenn Du dabei spürbar unglücklich bist.

Du willst vielleicht einen neuen Partner kennenlernen und dein Coach gibt Dir Tipps, wie Du selbstbewusster auftrittst, obwohl Du das Selbstbewusstsein gar nicht spürst. Oder redet Dir ein, dass Du Dich selbst mehr lieben solltest, dabei brauchst Du jemanden, der Dich darauf aufmerksam macht, dass Deine Flirt-Technik nicht ganz den Wünschen des Zielpublikums entspricht.

Die Falle dabei ist, dass Du Dich auf der falschen Baustelle befindest. Nämlich auf jener, die der Spezialität Deines Coaches entspricht. Überlegt Dir, worin genau Dein Problem besteht und dann hol Dir die Fachfrau für genau dieses.

 

5. Ihr hattet Sex

 

Bevor hier komische Fragen auftauchen: Nein, ich hatte keinen Sex mit meinem Coach.

Und Du solltest mit Deinem/r auch keinen haben! Warum nicht? … Weil er/sie dann nicht mehr Dein Coach ist, sondern Dein Lover. Und das ist ein großer Unterschied.

Die Falle dabei ist interessant, denn oft und viel ‚benutzen‘ wir unseren Partner für die Rolle, die ein professioneller Coach einnehmen sollte. Dadurch ‚verzieht‘ sich aber etwas in der Beziehung, die Augenhöhe gerät leicht in Schieflage. Denn ein Coach ist ein Dienstleister; ihr tauscht Energie aus: Er arbeitet mit Dir und Du bringst oder gibst ihm Geld. Dadurch bleibt ihr auf Augenhöhe. Sex stört dieses Gleichgewicht empfindlich, weil es eine sehr starke Energie ist. Darum: Finger weg oder daten!

Das war es auch schon. Sicherlich gibt es noch mehr Anzeichen dafür, dass etwas mit Deinem Coach und eurer Arbeit miteinander nicht stimmt. Je früher Du das aber merkst, desto leichter ist es, dies offen und ehrlich zu kommunizieren. Und hier kommt ein allerletzter Geheimtipp:

Ein guter Coach wird Dich ohne zu zögern gehen lassen! Vielleicht sogar mit einem richtig wertvollen Verweis auf einen Kollegen, der super Arbeit leistet genau in dem Bereich, wo Du sie brauchst. Aber auf jeden Fall mit einem herzlichen Händedruck oder einer warmen Umarmung. Denn der richtige Coach für Dich, der will, dass Du weiterkommst. Dass sich Dein Leben zum positiven verändert, ob nun bei ihm oder woanders.

Und er freut sich über konstruktives Feedback genauso wie über gute Neuigkeiten aus Deiner glücklicheren Zukunft. — Ich wünsche Dir, den – für Dich! – jetzt! – richtigen Coach.

 

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