spiritgap.de | In nur 3 Schritten zur gelebten Spiritualität – eine minimalistische Kurzanleitung
For the Win.
26. Juni 2017

In nur 3 Schritten zur gelebten Spiritualität – eine minimalistische Kurzanleitung

 

„Ein spiritueller Weg, der nicht in den Alltag führt, ist ein Irrweg.“

Pater Willigis Jäger, Benediktiner-Mönch und Zen-Meister

 

Spiritualität, die nicht im Alltag gelebt wird, ist gar keine echte Spiritualität. Das werden die meisten spirituellen Meister, Lehrer und Wissenden bestätigen. — Aber wie macht man das – Spiritualität im Alltag wirklich umsetzen?

Mein Rat ist: Du brauchst Deinen ganz eigenen, ganzheitlichen Ansatz. Es gibt jedoch einige Grundzüge gelebter, alltäglicher Spiritualität. Dazu gehören nicht unbedingt Tarot-Karten, die (am besten tägliche) Konsultation eines Hellsehers oder stundenlange Meditation. Dazu gehört vor allem der Mut, geistige Prinzipien in seine Alltagsroutinen zu integrieren.

Und das geht so:

 

1. Bringe ein spirituelles Element in Deinen Tagesanfang

 

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“

 

– schon Hesse sagte es. Jeder gute Magier weiß es: So wie etwas begonnen wird, so wird es weitergehen. Das ‚etwas‘ ist in diesem Fall Dein Tag.

Ob Du Dir 15 Minuten Zeit nimmst für Meditation, Yoga oder Deine Frühstücks-Zubereitung… Schaffe Dir ein persönliches Morgenritual, dass Deine eigene Ausdrucksform alltäglicher Spiritualität ist.

Verbinde Dich gleich am Tagesbeginn ganz bewusst mit Deinem spirituellen Ansatz.

 

2. Zwischendurch: ‚Ankern‘

 

Finde Deinen ‚Anker‘ – etwas, das Dich schnell und gründlich an Deine spirituelle Alltäglichkeit erinnert. Das kann ein Gegenstand sein, den Du immer bei Dir trägst. Ein schamanischer Talisman, zum Beispiel. Oder Du kennst ein Mantra, das Dich besonders berührt. – Bei mir ist es das Gayatri. – Du kannst es auch still für Dich wiederholen während Du im Großraumbüro kurz vor’m Durchdrehen bist.

Oder, ganz schlicht: Dein Atem!

Dieser Anker hält Dich im Bewusstsein fest, wenn es Dir zu entgleiten – kurz: Dein Ego Dich zu überwältigen droht. Lass es etwas Angenehmes und dein Herz berührendes sein.

 

3. Beende, was Du begonnen hast – bewusst

 

Lass Deinen Abend nicht einfach nur im Sand verlaufen, sondern nimm dir vor, mindestens eine simple Tätigkeit – Denken allein zählt nicht! – auszuführen, die Dich in Deiner spirituellen Haltung festigt.

Übe Yoga – mit Kerzen, Räucherwerk, Mantras und allem Drum und Dran. Führe ein schamanisches Ritual von Anfang bis Ende durch. (Achtung: Das könnte aufwendig werden!)

Oder nimm Dir Zeit für eine geführte Meditation.

Wichtig ist, dass es sich um eine Tätigkeit handelt. (Ja, auch dann, wenn Du das Nicht-Tun ‚praktizierst‘!) Und dass diese Dir wohl tut und die Distanz zwischen Kopf und Herz kurzschließt.

***

 

Ich persönlich halte ja sogar einen Filmabend mit einem Glas Wein in der Hand für gelebte Spiritualität… — mit der richtigen Haltung ausgeführt.

Aber Vorsicht! Nicht alles, was alltäglich ist, ist auch spirituell.

Eigentlich ist es vielmehr so, dass Dein Alltag in Dein Spirituell-Sein (wie immer das für Dich aussieht) integriert werden sollte. Wenn Du es wirklich ernst meinst… Spiritualität ist eine Haltung des Herzens und des Geistes, kein Wellness-Paket.

Aber um Dich immer wieder daran zu erinnern, hilft es das Pferd (Einhorn?) von hinten aufzuzäumen.

Also bleib entspannt – beobachte die Wechselwirkungen und hab Freude an Deiner ganz eigenen Spiritualität im Alltag.

 

For the Win

Hinterlasse einen Kommentar: